Hilfe und Erklärung

Berechnung und Vorsorge anpassen

Ihr Pensionsanspruch wird vereinfacht berechnet. Für Ihren Vorsorgebedarf kann daher nur die Größenordnung ermittelt werden. Die Berechnung enthält Schätzungen der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung, die aus dem Gutachten der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung stammen. Je nach Pensionsantrittstermin kann sich diese Prognose auf viele Jahre beziehen und ist daher mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Auskünfte zu Ihren tatsächlich geleisteten Beiträgen und zu Ihrer voraussichtlichen Pension erhalten Sie von Ihrem Pensionsversicherungsträger. Wir empfehlen, Ihren Vorsorgebedarf alle zwei Jahre neu zu überprüfen. Alle Ergebnisse ohne Gewähr.

Der Pensionsvorsorge-Rechner basiert auf den wichtigsten Regelungen der aktuellen Rechtslage von ASVG, GSVG, BSVG und APG sowie zur Lohn- bzw. Einkommensteuer (Stand 1.1.2014). Mögliche zukünftige Leistungseinschränkungen der gesetzlichen Pensionsversicherung sind im Modell nicht berücksichtigt.

Themen und Annahmen für die Berechnung

Die Anzahl Ihrer Kinder hat Einfluss auf die Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Als Kindererziehungszeiten gelten nur Zeiten, die überwiegend der Kindererziehung gewidmet sind.


Als Zeiten der Kindererziehung im Inland (auch in EU- und EWR-Staaten) werden maximal die ersten 48 Monate nach der Geburt eines Kindes berücksichtigt. Erfolgt die Geburt eines weiteren Kindes innerhalb von vier Jahren ab Geburt des vorherigen Kindes, endet die Kindererziehungszeit des ersten Kindes mit Beginn der Kindererziehungszeit des folgenden Kindes.


Hinweis: Bei einer Mehrlingsgeburt werden bis zu 60 Monate nach der Geburt angerechnet.


Für die Pensionsberechnung werden relevante Grundlagen folgender Gesetze berücksichtigt:

  • ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz)
  • GSVG (Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz)
  • BSVG (Bauern-Sozialversicherungsgesetz)


Ausgangspunkt für die Berechnung ist das Einkommen im Abfragejahr. Dieses wird unter der Annahme durchgehender Beschäftigung unter Bezugnahme auf die (angenommene) Entwicklung des Medianeinkommens in die Vergangenheit rück- und in die Zukunft hochgerechnet. Die Eingabe erfolgt in Jahren.


Bemessungszeitraum

Bei der Berechnung nach Pensionsreform 2003 (für vor 1955 Geborene) und bei der Ermittlung der Kontoerstgutschrift (für nach 1955 Geborene, die Versicherungszeiten vor dem 1.1.2005 haben) wird eine Bemessungsgrundlage ermittelt. Zur Bildung der Bemessungsgrundlage wird das beitragspflichtige Einkommen eines bestimmten Beobachtungszeitraums herangezogen. Der Beobachtungszeitraum wird als Durchrechnungszeitraum bezeichnet. Ausgehend vom Einkommen im Abfragejahr, wird unter der Annahme durchgehender Beschäftigung das Einkommen unter Bezugnahme auf die (angenommene) Entwicklung des Medianeinkommens in die Vergangenheit rück- und in die Zukunft hochgerechnet.


Weiters wird die besondere Bemessungsgrundlagenbildung im Zusammenhang mit Kindererziehungszeiten beachtet.


  • ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz)

    Für die Berechnung der Pension wird von einem monatlichen Einkommen ausgegangen unter der Annahme, dass zwei Sonderzahlungen jährlich bezogen werden.


    Vom monatlichen Bruttogehalt wird der Dienstnehmeranteil zur Sozialversicherung und zur Lohnsteuer abgezogen, somit erhält man das monatliche Nettogehalt.


    Beim Dienstnehmeranteil zur Sozialversicherung werden Beiträge zur Krankenversicherung, Pensionsversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung und Wohnbauförderung sowie die Arbeiterkammerumlage berücksichtigt. Nach der Berechnung der Steuer werden noch die in Frage kommenden Absetzbeträge berücksichtigt und abgezogen.


    Statt des monatlichen Bruttogehalts kann das monatliche Nettogehalt eingegeben werden. Dann wird das dazugehörende Bruttogehalt ermittelt.


  • GSVG (Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz)
    BSVG (Bauern-Sozialversicherungsgesetz)

    Bei beiden Gruppen erfolgt die Berechnung der Pension auf Basis der ausgewählten Grundlage. Für eine Lückenberechnung analog ASVG-Versicherten ist – abhängig von der gewählten Grundlage –zusätzlich die Eingabe eines monatlichen Bruttoeinkommens notwendig.


Für die Berechnung der Pension kann die Gesamtgutschrift laut Kontomitteilung oder der ermittelte fiktive monatliche Pensionswert laut SV-Konto verwendet werden. Durch Eingabe wird die sonst durchgeführte Simulation der Vergangenheit durch den tatsächlichen Wert laut Pensionskonto ersetzt. Das Pensionskonto wird mit dem monatlichen Einkommen bis zum gewählten Pensionsantritt weiterentwickelt.


Bemessungszeitraum

Bei der Berechnung nach Pensionsreform 2003 (für vor 1955 Geborene) und bei der Ermittlung einer Kontoerstgutschrift (für nach 1955 Geborene, die Versicherungszeiten vor dem 1.1.2005 haben) wird eine Bemessungsgrundlage ermittelt. Zur Bildung der Bemessungsgrundlage wird das beitragspflichtige Einkommen eines bestimmten Beobachtungszeitraums herangezogen. Der Beobachtungszeitraum wird als Durchrechnungszeitraum bezeichnet. Ausgehend vom Einkommen im Abfragejahr, wird unter der Annahme durchgehender Beschäftigung das Einkommen unter Bezugnahme auf die (angenommene) Entwicklung des Medianeinkommens in die Vergangenheit rück- und in die Zukunft hochgerechnet.


Weiters wird die besondere Bemessungsgrundlagenbildung im Zusammenhang mit Kindererziehungszeiten beachtet.


Unter Berücksichtigung des Geschlechts, des Alters und der bisherigen Versicherungszeiten bis zum Monat vor dem Abfragezeitpunkt der versicherten Person wird das jeweilige Pensionsantrittsalter für diese Person ermittelt und für diesen Zeitpunkt die jeweilige Pension berechnet, und zwar die Alterspension, die Korridorpension und die vorzeitige Alterspension.


Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Österreichischen Sozialversicherung.


Stellen Sie Ihr Pensionseinkommen nach Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen ein. Ihr Pensionseinkommen hat mindestens die Höhe Ihrer voraussichtlichen staatlichen Pension und kann maximal der Höhe Ihres hochgerechneten Einkommens vor Pensionsantritt entsprechen.

Liegt Ihr gewünschtes Pensionseinkommen über Ihrem staatlichen Pensionsanspruch, dann benötigen Sie eine private Vorsorgepension.


Ausgehend vom Einkommen im Abfragejahr, wird unter der Annahme durchgehender Beschäftigung das Einkommen unter Bezugnahme auf die (angenommene) Entwicklung des Medianeinkommens in die Vergangenheit rück- und in die Zukunft hochgerechnet.


Der Betrag, den Sie monatlich für Ihre Vorsorge einzahlen. Die Höhe Ihres Vorsorgebetrags beeinflusst maßgeblich die Höhe Ihrer späteren Vorsorgepension. Beim monatlichen Vorsorgebetrag handelt es sich um einen Richtwert für eine Vorsorge aus heutiger Sicht, mit der die berechnete Pensionslücke zumindest teilweise geschlossen werden kann.


Diese vereinfachte Modellrechnung erfolgte anhand Ihrer Angaben. Sie kann fundierte Beratung nicht ersetzen. Alle Angaben ohne Gewähr.


  • Personen, die vor dem 1.1.1955 geboren sind: Für diese Personen gilt die modifizierte Pensionsreform 2003.

    Die Rechtslage Pensionsreform 2003 sieht eine vorerst zeitlich unbefristete Deckelung der Pensionsverluste im Ausmaß von 5 % für das Jahr 2004 vor. Dieser Prozentsatz wird bis zum Jahr 2024 in jährlichen Schritten zu 0,25 % auf 10 % angehoben.

    Der Pensionsrechner liefert die derzeit gültige gedeckelte Pension und zwar jeweils als Nominalbetrag zum Pensionsantritt und nach heutigem Geldwert.

  • Personen, die nach dem 31.12.1954 geboren sind und bis 31.12.2004 schon Versicherungsmonate erworben haben: für diese Personen wird eine Kontoerstgutschrift zum 1.1.2014 berechnet.

  • Personen, die nach dem 31.12.2004 geboren sind und bis 31.12.2004 keine Versicherungsmonate erworben haben: für diese Personen gilt ausschließlich das Pensionskonto.

    Für das Pensionskonto gibt es nur Beitragszeiten; das heißt einerseits, dass jedes Einkommen zählt (Lebensdurchrechnung), und andererseits, dass die derzeitigen Ersatzzeiten als Beitragszeiten gelten.

    Für jedes Versicherungsjahr erfolgt jährlich eine Gutschrift in der Höhe von 1,78% der Jahresbeitragsgrundlage auf dem (individuellen) Konto.

Um Aussagen über die zukünftige Pensionshöhe treffen zu können, müssen Inflation und Aufwertungsfaktoren der Pensionsversicherung über viele Jahre im Voraus geschätzt werden. Die tatsächlichen Werte - und damit die Höhe Ihrer Pension - werden von dieser Schätzung abweichen.

Um den heutigen Geldwert zu ermitteln, wird die Bruttopension vom Zeitpunkt des Pensionsantritts anhand der allgemeinen Einkommensentwicklung auf heutige Einkommensverhältnisse zurückgerechnet. Anschließend werden Sozialversicherungsbeiträge und Steuer von der Bruttopension abgezogen, um die Nettopension zu erhalten.


Bemessungszeitraum

Bei der Berechnung nach Pensionsreform 2003 (für vor 1955 Geborene) und bei der Ermittlung einer Kontoerstgutschrift (für nach 1955 Geborene, die Versicherungszeiten vor dem 1.1.2005 haben) wird eine Bemessungsgrundlage ermittelt. Zur Bildung der Bemessungsgrundlage wird das beitragspflichtige Einkommen eines bestimmten Beobachtungszeitraums herangezogen. Der Beobachtungszeitraum wird als Durchrechnungszeitraum bezeichnet. Ausgehend vom Einkommen im Abfragejahr, wird unter der Annahme durchgehender Beschäftigung das Einkommen unter Bezugnahme auf die (angenommene) Entwicklung des Medianeinkommens in die Vergangenheit rück- und in die Zukunft hochgerechnet.


Weiters wird die besondere Bemessungsgrundlagenbildung im Zusammenhang mit Kindererziehungszeiten beachtet.


Die Vorsorgepension erhalten Sie ab Ihrem Pensionsantritt bei Abschluss eines privaten Pensionsvorsorgeproduktes zusätzlich zu Ihrem staatlichen Pensionseinkommen. Die Höhe der Vorsorgepension errechnet sich aus mehreren Faktoren, unter anderem der Höhe Ihres monatlichen Vorsorgebetrags sowie der verbleibendenden Laufzeit bis zum Pensionsantritt.


Es kann zwischen unterschiedlichen Arten gewählt werden:

  • Keine
  • Prozentuell

    Es wird ein durchgehender Erwerbsverlauf unterstellt. Aus der Angabe des derzeitigen Einkommens wird ein Karriereverlauf hochgerechnet. Der so erstellte Karriereverlauf wird im Regelfall nicht mit der tatsächlichen Karriere übereinstimmen. Daher ist die auf dieser Basis ermittelte Bemessungsgrundlage nur eine Näherung.

  • Statistisch

    Altersspezifische Einkommensentwicklung: Konsultiert man die Einkommensstatistik, so erkennt man, dass die Höhe des durchschnittlichen Einkommens mit dem Lebensalter ansteigt. Dieser Anstieg ist in jungen Jahren (von 25 bis 40) stärker, von 40 bis 60 steigt das Einkommen statistisch nur noch wenig an. Der Anstieg ist bei Arbeitern geringer als bei Angestellten. Bei Frauen ist der Anstieg zunächst ähnlich wie bei Männern, allerdings wirkt sich die Kindererziehung negativ auf das durchschnittliche Einkommen aus.

    Bei der Hochrechnung von Einkommensverläufen in die Zukunft, wird die altersspezifische Einkommensentwicklung berücksichtigt, konkret werden Zahlen der Arbeiterkammer Salzburg für die Altersgruppen von 25 bis 60 verwendet. Für Lebensalter kleiner 25 und größer 60 wird keine zusätzliche altersspezifische Einkommensentwicklung angesetzt, da in diesen Bereichen Sondereffekte die Statistik beeinflussen.

    Einkommensverlauf

    Quelle: Einkommen 2010 der Arbeiter und Angestellten in Salzburg,
    Analyse statistischer Daten aus der Sozialversicherung, Arbeiterkammer Salzburg

Allgemeine Einkommensentwicklung: Neben dem altersspezifischen Verlauf des Einkommens, wird eine allgemeine Einkommensentwicklung angesetzt. Diese allgemeine Einkommensentwicklung wird dem Gutachten der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung entnommen. Diese allgemeine Einkommensentwicklung wird aber zum besseren Verständnis der Ergebnisse aus der Ergebnisdarstellung wieder herausgerechnet.